5-tägige Fahrradrundtour durch Ostandalusien
5-tägige Bikepacking-Route von Málaga über Granada in die Sierra Nevada – von der Mittelmeerküste bis ins Hochgebirge
346km 6750hm
Diese fünftägige Fahrradrundtour ab Málaga führt durch Ostandalusien und verbindet die Mittelmeerküste mit den Hochlagen der Sierra Nevada sowie den abgelegenen Landschaften im Landesinneren der Provinz Granada. Die Route beginnt auf Meereshöhe entlang der Costa Tropical und führt anschließend in die Betischen Kordilleren, wo sich einige der höchsten Gipfel der Iberischen Halbinsel erheben – darunter der Mulhacén (3482 m) und der Veleta (3398 m). Unterwegs passiert die Strecke zudem mehrere Orte von historischer Bedeutung.
Die Sierra Nevada bildet den Mittelpunkt dieser Tour, doch das Erlebnis reicht weit über den eigentlichen Anstieg hinaus. Das Gebirge beeindruckt mit seinen landschaftlichen Kontrasten – von den südlichen Hängen der Alpujarras mit ihren weißen Bergdörfern bis zur Nordseite, wo sich die weite Hochebene der Hoya de Guadix in eine offene Inlandlandschaft öffnet.
Von Málaga aus folgt die Route zunächst der Küste in Richtung Almuñécar, wobei das Mittelmeer stets in Sichtweite bleibt. Anschließend führt sie allmählich ins Landesinnere, steigt durch Täler und Vorgebirge an und erreicht schließlich Granada, eine geschichtsträchtige Stadt am Fuße der Sierra Nevada.
Von Granada aus setzt sich die Route in die Hochgebirgslandschaft der Sierra Nevada fort und folgt einer der höchstgelegenen asphaltierten Straßen Europas hinauf in Richtung Veleta. Dieser Abschnitt prägt den Charakter der gesamten Reise – mit langen Anstiegen, offenen alpinen Landschaften und einem deutlichen Kontrast zu den Küsten- und Tieflandabschnitten der vorherigen Etappen.
Nach der Abfahrt aus den Bergen führt die Strecke durch ruhigere Regionen im Landesinneren. Sie verbindet kleinere Orte wie Güéjar Sierra und verläuft weiter nach Alhama de Granada, einer historischen Stadt, die spektakulär über einer tiefen Schlucht liegt und für ihre Thermalquellen sowie ihr gut erhaltenes historisches Ortsbild bekannt ist.
Von dort führt die letzte Etappe allmählich zurück nach Málaga. Sie verläuft durch weite Täler im Hinterland, bevor sie wieder zur Mittelmeerküste hinabführt. So entsteht eine abwechslungsreiche Rundtour, die Meer, Hochgebirge und abgelegene Landschaften des andalusischen Hinterlands zu einem durchgehenden Fahrraderlebnis verbindet.
Diese fünftägige Route lässt sich mit verschiedenen Fahrrädern aus unserem Fahrradverleih in Málaga erkunden – je nach Reisestil, Gepäck und bevorzugtem Fahrtempo. Für eine Tour dieser Länge eignen sich insbesondere ein Trekkingrad, ein Gravelbike oder die entsprechende E-Bike-Variante aus unserem Fahrradverleih in Málaga, um lange Etappen, wechselndes Gelände und mehrtägige Radreisen durch Andalusien komfortabel zu bewältigen.
TAG 1: MÁLAGA – ALMUÑECÁR
78km 887hm

Diese Tour beginnt mit einer entspannten Fahrt entlang der Küste der Costa del Sol. Von Málaga aus folgt die Route der N-340 durch die östlichen Stadtviertel Pedregalejo und El Palo und führt anschließend entlang der Küstenorte bis nach Nerja. Der erste Abschnitt lässt sich abwechslungsreich zwischen der Strandpromenade und einer parallel verlaufenden Nebenstraße gestalten.
Der Weg bis nach Nerja ist größtenteils flach und führt durch eine Reihe von Küstenorten, die vom traditionellen andalusischen Lebensstil geprägt sind. Strände, kleine Bars und eine entspannte Atmosphäre begleiten diesen Teil der Strecke. Nerja liegt etwa auf halber Strecke und eignet sich ideal für eine Pause. Bekannt ist der Ort vor allem für seinen Aussichtspunkt über dem Meer und seine spektakuläre Lage oberhalb der Steilküste.
Ab hier folgt die Route weiterhin der N-340, lässt jedoch die dichter besiedelten Küstenabschnitte hinter sich. Die Straße verläuft kurvenreich oberhalb natürlicher Klippen und vermittelt einen Eindruck davon, wie dieser Küstenabschnitt aussah, bevor große Sandstrände und touristische Entwicklungen entstanden.
Anschließend führt die leicht wellige Strecke weiter nach Almuñécar, einer der ältesten Siedlungen der Iberischen Halbinsel. Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet und bewahrt bis heute Spuren ihrer langen Geschichte – darunter Überreste aus der römischen und maurischen Zeit sowie eine Burg auf einem Hügel mit Blick über die Bucht.
Unterwegs, unweit von Nerja, passierst du den Aquädukt El Águila, ein Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert, das einst die umliegenden Zuckerfabriken mit Wasser versorgte. Besonders auffällig sind seine dekorativen Elemente im neomudéjaren Stil sowie seine markante Lage oberhalb des Tals. Später, in Almuñécar, lassen sich außerdem die Überreste eines deutlich älteren römischen Aquädukts besichtigen, das einst Teil der städtischen Wasserversorgung war und die Bedeutung der Stadt während der Römerzeit widerspiegelt.
TAG 2: ALMUÑECÁR – GRANADA
74km 1708hm

Der zweite Tag besteht im Wesentlichen aus einem einzigen langen Anstieg – aber aus einem der eindrucksvollsten der gesamten Tour. Die ersten acht Kilometer bis zum kleinen Dorf Jete verlaufen flach und bieten die ideale Gelegenheit, sich auf die bevorstehende Auffahrt einzustimmen. Danach beginnt der Anstieg zum Pass Collado de los Poyos (1276 m).
Der erste Teil der Auffahrt führt etwa 24 Kilometer lang durch felsige Landschaften, später durch Kiefernwälder und schließlich wieder durch offene, trockene Berglandschaften. Am Ende erreichst du eine Höhe von rund 1.300 Metern und wirst mit weiten Ausblicken über die umliegenden Berge und zurück bis zum Mittelmeer belohnt. Die gesamte Auffahrt verläuft auf der ruhigen A-4050. Nimm ausreichend Wasser mit, denn unterwegs gibt es nur wenige Möglichkeiten zum Auffüllen. Erst näher bei Granada, insbesondere im Bereich von Otura, finden sich wieder Gelegenheiten für eine Pause oder eine Erfrischung.
Der letzte Abschnitt führt über die umliegenden Ortschaften nach Granada und ist zugleich der verkehrsreichste Teil der Etappe. Dennoch eröffnen sich unterwegs immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Berge. Je näher du der Stadt kommst, die am Fuße der Sierra Nevada liegt und von ihren oft schneebedeckten Gipfeln überragt wird, desto deutlicher zeigt sich Granada als eine der faszinierendsten Städte Spaniens. Die außergewöhnliche Lage verbindet sich hier mit einer reichen Geschichte, die über Jahrhunderte von unterschiedlichen Kulturen geprägt wurde.
Unter den zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten ragt die Alhambra als das bekannteste Wahrzeichen der Stadt hervor. Wenn du sie besichtigen möchtest, solltest du deine Eintrittskarten am besten schon im Voraus reservieren.
TAG 3: GRANADA – VELETA – GÜEJAR-SIERRA
73km 2961hm

Die Königsetappe der gesamten Tour – vor allem, wenn es um die Höhenmeter geht. Ausblicke aus über 3000 Metern Höhe sind immer etwas Besonderes.
Dies ist der längste Anstieg der gesamten Route und führt zu einem der höchsten Punkte Europas, die über eine asphaltierte Straße mit dem Fahrrad erreichbar sind (auch wenn über den letzten Abschnitt aufgrund der Witterungseinflüsse immer wieder diskutiert wird). Die Temperaturen liegen hier deutlich niedriger als an der Küste, und selbst im Sommer kann auf den höchsten Abschnitten noch Schnee liegen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Gipfel zu erreichen. Die direkteste Route folgt der A-395 von Granada in Richtung des Skigebiets Sierra Nevada (Pradollano). Von dort setzt sich der Anstieg bis zur Hoya de la Mora auf rund 2.500 Metern Höhe fort, wo der reguläre Straßenverkehr endet. Ab diesem Punkt ist die Straße nur noch mit dem Fahrrad befahrbar und führt weiter bis zum Veleta. Der Straßenbelag ist hier stärker von Höhe und Witterung beeinflusst, doch gerade die Landschaft und das beeindruckende Gefühl von Weite machen diesen Abschnitt unvergesslich. Alternativ lässt sich der Veleta auch über Monachil (GR-3202) erreichen, was der Auffahrt einen etwas anderen Charakter verleiht.
Bis auf etwa 2500 Meter gibt es mehrere Möglichkeiten, Wasser aufzufüllen oder etwas zu essen. Darüber hinaus musst du alles selbst mitnehmen. Der letzte Abschnitt ist anspruchsvoller, doch die Ausblicke – und die lange Abfahrt, die anschließend folgt – machen die Anstrengung mehr als wett.
Güéjar Sierra ist ein kleines Bergdorf am nördlichen Rand der Sierra Nevada oberhalb des Genil-Tals. Es ist bekannt für seine ruhige Lage und den direkten Zugang zu den Hochgebirgsrouten der Sierra Nevada. Im Vergleich zu Granada geht es hier deutlich beschaulicher und ursprünglicher zu, ohne dass dabei auf die beeindruckende Berglandschaft und den Zugang zu den höchsten Regionen des Gebirges verzichtet werden muss.
TAG 4: GÜEJAR-SIERRA – ALHAMA DE GRANADA
72km 1021hm
Nach der Bergetappe des Vortags folgt eine entspanntere Strecke über sanft wellige Hügel in Richtung der Provinz Málaga. Die Durchquerung von Granada ist erwartungsgemäß etwas verkehrsreicher, doch schon bald öffnet sich die Landschaft und gibt den Blick auf die La Maroma (2062 m) frei – den höchsten Gipfel der Provinz Málaga und die natürliche Grenze zwischen den Provinzen Granada und Málaga.
Sobald die Route nach links abzweigt, beginnt der wichtigste Anstieg des Tages. Er ist deutlich weniger anspruchsvoll als die Auffahrt des Vortags, bietet jedoch eine gleichmäßige und angenehme Steigung. Hinter Cacín besteht die Möglichkeit, direkt nach Alhama de Granada weiterzufahren oder die landschaftlich reizvollere Variante über den Embalse de los Bermejales zu wählen. Von dort führt die Straße mit weiten Ausblicken auf die umliegende Landschaft hinunter zum Stausee. Kurz darauf bietet Arenas del Rey eine weitere Gelegenheit für eine Pause, bevor der letzte Abschnitt beginnt.
Unterwegs gibt es außerdem eine weniger bekannte Alternative bei El Ventorro – einem ruhigen und abgelegenen Ort, der sich als Übernachtungsmöglichkeit für alle eignet, die nicht unbedingt bis Alhama de Granada weiterfahren möchten.
Wer die Tour fortsetzt, erreicht nach den letzten fünf Kilometern Alhama de Granada – eine historische Stadt, die spektakulär oberhalb einer tiefen Schlucht liegt und für ihre bewegte Geschichte sowie ihre gut erhaltene Altstadt bekannt ist.
Alhama de Granada
Alhama de Granada ist eine historische Stadt, deren Gebäude eindrucksvoll am Rand einer tiefen Schlucht auf steilen Felsen liegen. Ihr Name stammt vom arabischen al-hamma und verweist auf die Thermalquellen, die sich bis heute unterhalb der Stadt befinden.
Alhama spielte während der letzten Phase der christlichen Rückeroberung eine bedeutende Rolle und hat ihren historischen Charakter bis heute bewahrt. Enge Gassen, traditionelle Architektur sowie weite Ausblicke über die umliegenden Täler und Berge machen den Ort zu einem der eindrucksvollsten Ziele im Hinterland Andalusiens.
TAG 5: ALHAMA DE GRANADA – MÁLAGA
78km 564hm

Der letzte Tag führt über eine landschaftlich reizvolle, sanft wellige Strecke durch die Hügel im Norden der Provinz Málaga und endet mit beeindruckenden Abfahrten zurück ins Stadtzentrum von Málaga.
Nach dem Start in Alhama de Granada folgt die Route der alten Straße in Richtung Ventas de Zafarraya. Sie verläuft zwischen offenen Feldern und den Ausläufern der Sierra Tejeda. Das Gelände bleibt den ganzen Tag über leicht hügelig, mit kurzen Anstiegen und weiten Ausblicken auf die umliegende Landschaft.
Je näher du Ventas de Zafarraya kommst, desto stärker prägt der markante Gebirgseinschnitt des Boquete de Zafarraya das Landschaftsbild. Hier oder im nahe gelegenen Ort Zafarraya bieten sich mehrere Möglichkeiten für eine Pause und eine Mahlzeit, bevor die Tour weitergeht.
Die anschließende Abfahrt führt durch offene Hügellandschaften und landwirtschaftlich geprägte Gebiete mit Blick auf die Hochebene der Depresión de Alfarnate, die kurz darauf erreicht wird. Von dort verläuft die Route weiter in Richtung Colmenar. Dieser Abschnitt folgt einer leicht welligen Straße am Fuß der Berge und bietet schöne Ausblicke auf die umliegenden Hügel sowie gelegentlich bis hinunter zur Küste. In Colmenar gibt es weitere Möglichkeiten für eine Pause, bevor der letzte Abschnitt durch den Naturpark Montes de Málaga beginnt.
Die letzten 32 Kilometer beinhalten rund 20 Kilometer Abfahrt durch den Naturpark Montes de Málaga. Am Pass Puerto del León bietet sich ein letztes Mal die Gelegenheit, anzuhalten und den weiten Blick über die Bucht von Málaga zu genießen. Von dort bleibt nur noch die lange, eindrucksvolle Abfahrt zurück in die Stadt – ein würdiger Abschluss dieser Fahrradrundtour durch Ostandalusien.
